23.02.2012
Stichwort: Fans | 26.10.2011 | Kommentare

Das Flatterband muss weg - Block O wieder offen

Das Flatterband muss weg - Block O wieder offen
Foto: Der (jetzt nicht mehr) gesperrte Block O
Der gesperrte (Ultra-)Block O blieb dicht. Gegen Aalen, gegen Regensburg, zwischendurch einmal im Pokal gegen Dortmund. Jetzt wird er wieder geöffnet, "zurück zur Normalität", formuliert der Verein. Ist ja schön und gut und kritisieren muss man nicht zwingend, wenn etwas Sinnvolles geschieht. Aber was die Sperrung jetzt eigentlich sollte, bleibt insgesamt eher unklar.

Klar ist, dass nach den Vorfällen aus dem Osnabrück-Spiel Zeichen gesetzt werden mussten. Fahnenverbot, Blocksperre, Durchsuchungen. Das klassische Inventar der Reaktionskiste eines Fußballvereins. Hilflos, ja sicher. Denn mit allem werden nur Symptome bekämpft, nicht die Ursachen. Aber was soll ein Verein auch anders tun? Klar ist auch, dass aus dem Block O häufiger Böller flogen bzw. gezündet wurden. Jetzt ist Block O wieder geöffnet, aber ob das irgendetwas an den Gründen für die Sperrung geändert hat? Haben sich Teile der Fanszene jetzt selbst kuriert? Waren sechs Wochen genug, um die Lage zu verändern? Und vor allem: Geht's jetzt normal weiter, Business as usual? Die Fahnen wehen wieder? Die Lieder klingen wieder? Zurück zur Normalität?

Das wird interessant, am kommenden Samstag gegen Wacker Burghausen. Noch vor kurzer Zeit klang das alles nämlich noch ganz anders. Vorerst, möglicherweiser langfristig, werde der Block gesperrt bleiben - das formulierten Vorstandsmitglieder des Klubs vehement. Jetzt wird im Sinne der "Rückkehr zur Normalität" mehr oder minder kurzfristig beendet, was ja eigentlich eine langfristige Verhaltensänderung hervorrufen sollte. Der Block O, ein Denkzettel, temporär.

Angesichts der Rücknahme der Verbote bleibt jetzt noch die Frage, was eigentlich der freiwillige Verzicht auf die Ausnahmegenehmigung fürs Preußenstadion soll. Rund 18.000 Zuschauer hätten gegen Bielefeld ins Stadion gedurft - rund 3000 weniger sollen es jetzt sein. Ob 3000 Zuschauer mehr oder weniger angesichts von 15.000 Zuschauern noch einen echten Unterschied machen? Ob sich seit dem ausverkauften Gladbach-Spiel im Frühsommer plötzlich neue, bisher unbekannte Sicherheitsbedenken aufgetan haben? Wenn man schon den Block O wieder öffnet, wenn schon Fahnen wieder erlaubt sind, wenn doch der Täter von Osnabrück gefasst und weitere potenzielle Mittäter ermittelt werden - warum sollen Verbote und Verzichte weiterhin gelten, wenn damit doch nichts gewonnen wird? Das ist unlogisch.

Mal schauen, was sich da noch ergibt.



Kommentare


marcelSONJA schrieb am 06.02.2012 um 01:03:24 Uhr
ohne block o keine stimmung,und ohne stimmung weniger leistung.

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