18.05.2012
Stichwort: Mannschaft | 15.06.2011 | Kommentare

Marc Fascher: Weiß er, was er tut?

Marc Fascher: Weiß er, was er tut?
Foto: Preußens Trainer Marc Fascher
Will man Marc Fascher gerade beneiden? Der Preußentrainer muss zum Trainingsauftakt den Fans und Medien etwas verkaufen, was ihm als Cheftrainer keinesfalls gefallen kann. Mit 21 Mann will der SCP vorerst das Abenteuer 3. Liga angehen. Das kann gutgehen, muss aber nicht. Vor allem steht diese Auskunft in deutlichem Gegensatz zu den bisher bekannten Aussagen des Klubs und natürlich auch in deutlichem Gegensatz zu den Erwartungen der Fans.

Jetzt steht Marc Fascher aber da und erklärt natürlich, dass man mit 21 Mann hinkomme. Damit komme man klar. So sei das eben. Wie glücklich er damit wirklich ist, sagt er nicht. Nordisch knapp bleibt er ja immer, wenn es um Personalien geht. Er lacht stattdessen und erklärt, jetzt werde noch mindestens ein U23-Spieler kommen, eher noch zwei. Und zwei Neuzugänge sind nach Lage der Dinge vorerst auch das Maximum. Das ist weiß Gott nicht, was in den vergangenen Tagen und Wochen diskutiert wurde und irgendwie drängt sich die Frage auf, wieso plötzlich "Etatzwänge" den SCP in diese Situation bringen.

Schon die Trennung von Oliver Glöden hatte keine sportlichen Gründe, wie Fascher beim Trainingsauftakt am 15. Juni zugab. Also ging es ums Geld - aber wie kann das sein bei einem Mann, der ohnehin einen stark leistungsorientierten Vertrag hatte und keinesfalls zu den Großverdienern im Team gehörte? Und statt vier gestandener Spieler bleibt es bei nun bei zweien plus Ergänzungsspielern. Und das ausgerechnet bei den deutlich sichtbaren Baustellen Offensive, zentrales Mittelfeld und Seiten. Ein gewagtes Spiel.

Zugegeben, für Panik besteht weiter keinerlei Anlass. So schlecht wird die stabile Abwehr auch in der 3. Liga nicht sein. Und es ist ja wahrlich nicht so, als hätte der SCP von Grund auf neu aufbauen müssen. Mit einem eingespielten Kernteam geht der Verein in die neue Saison, die Ausgangslage könnte wirklich schlimmer sein.

Was irritiert, ist die Widersprüchlichkeit in den Aussagen. Wo genau liegt also das Problem bei den Preußen? Das Flutlicht wird von der Stadt finanziert, der Logen-Ausbau müsste sich zwingend selbst rechnen durch die zusätzlichen Einnahmen. Und den Fernsehturm neu zu installieren, dürfte auch nicht gerade enorme Kosten verursachen. Also: Warum plötzlich diese Zurückhaltung, diese offensichtliche Sparsamkeit?

Das Ärgerliche an der ganzen Sache ist, dass sie ausgerechnet in einer Zeit geschieht, in der die Fans gerade für die neue 3. Liga fasziniert werden sollten. Jetzt geht das Gefühl um, der SCP sei nicht wettbewerbsfähig (genug). Auch wenn das nur ein Gefühl ist, ist es ein Hemmschuh, den niemand braucht. Allein das Gefühl, so viele Jahre nach dem letzten Aufstieg jetzt leichtsinnig oder fahrlässig die neue Liga aufs Spiel zu setzen - allein dieses Gefühl sorgt für Stirnrunzeln oder sogar echte Sorgenfalten. Und das hätte nicht sein müssen bzw. dürfen. Irgendwas ist da anders als gedacht. Die Folgen sind sichtbar, sie sind zählbar. 21.



Kommentare


B.K.1906 schrieb am 17.06.2011 um 19:11:27 Uhr
ach leute lasst uns doch erstmal abwarten ! wenn es schlecht läuft , dann ist es zeit sich aufzuregen !
Available schrieb am 15.06.2011 um 22:19:38 Uhr
Besser hätte ich es nicht auf den Punkt gebracht vorallem, fände ich es garnicht Schlimm wenn der Verein keine hochkaräter mehr Verpflichten würde, und deuten würde das es z.Z finanziell nicht möglich ist aber, sich mit 21 Mannen dahin zustellen finde ich nach den Aussagen des Präsidiums im Vorfeld sehr Fragwürdig.

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