05.02.2012
Stichwort: Regionalliga | 07.06.2010 | Kommentare

Nachtrag zu RW Essen und Bonn und Mannheim

Nachtrag zu RW Essen und Bonn und Mannheim
Foto: RWE-Fans beim jüngsten Gastspiel in Münster - die Partie endete 4:0 für den SCP...
[Update] Über den Abgang des Bonner SC sei an dieser Stelle geschwiegen. Aber RWE verdient ein weiteres Wort. In der vergangenen Woche hatte sich bereits angedeutet, was am Freitag Realität wurde. Essen muss (endlich) für sein Geschäftsgebahren büßen. Mitleid mit dem Klub verbietet sich eigentlich angesichts der Tatsache, dass von allen Seiten gemahnt wurde, die Klubführung aber scheinbar nicht hören wollte. Mitleid mit den echten Fans von RWE allerdings darf man haben (auch wenn es manchem schwer fällt). Rot-Weiß ist tief verwurzelt in der Stadt Essen.

Der Liga tut Essens Abschied doppelt weh. Wer soll die Zuschauerzahlen ersetzen? Vermutlich hat RWE in einem Auswärtsspiel mehr Fans nach Münster geschleppt als alle anderen Vereine in der ganzen Saison zusammen. Und nun kehren Worms und Mönchengladbach II zurück - ohne respektlos sein zu wollen, ist das kaum ernsthaft gewünscht. Wir ersetzen die Auswärtspartie an der Hafenstraße durch ein Gastspiel vor Geisterkulisse im Grenzlandstadion. Das kann man bestenfalls als schlechten Scherz bezeichnen.

Allerdings: Nach Lage der Dinge wird RWE wohl eine Lizenz für die NRW-Liga erhalten. Und man muss wohl kein großes Genie sein, wenn man unterstellt, dass allein der Name RWE genügen wird, ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Gut möglich, dass der Klub in einem Jahr bereits wieder viertklassig spielt. Auch wenn derzeit blankes Chaos herrscht an der Hafenstraße: Trainer weg, Klagen drohen, bereits perfekte Spielerwechsel müssen neu bedacht werden. Und mit allen seriösen Planungen kann der Verein ja eigentlich erst beginnen, wenn er (bzw. der Insolvenzverwalter) die Rahmenbedingungen kennt. Das wird knapp - aber siehe oben: Am Ende wird es RWE irgendwie doch wieder hindrehen.

Auch Waldhof Mannheim raus

Nachtrag: Am Dienstag erwischte es dann auch noch Waldhof Mannheim. Es hatte sich auch bei den Waldhöfern abgezeichnet, aber die Hoffnung war dort scheinbar größer. Doch nun der Absturz in die Oberliga. Rund 400.000 Euro hätten die Waldhöfer aufbringen müssen, weitere 350.000 Euro als Sicherheit - das konnte Mannheim nicht stemmen und erhält nun keine Lizenz. Mit bitterem Unterton wird das auf Mannheimer Seite auch auf die unattraktive Liga geschoben. Was ja nicht ganz unrichtig ist. Man muss das Kind beim Namen nennen: Die Regionalligen sind sportlicher Obermist, ein Krampf zwischen Professionalität und reinem Amateursport, ein lebloser Zwitter als Kunstprojekt eines Sportverbands, der längst völlig aus den Augen verloren hat, was er eigentlich will. Oder ob er überhaupt irgendetwas will abgesehen davon, den Profivereinen möglichst alles Recht zu machen.

Den Harakiri-Kurs, den viele der alt eingessenenen Traditionsklubs gefahren sind, hat der DFB praktisch selber verschuldet. Der Verband gestaltete die vierte Liga derart unattraktiv und strich dann auch noch die wenigen Fernsehgelder zusammen, dass der einzige Weg entweder aus der Liga heraus führt - oder aber in den Lizenzentzug. Oder aber in die sportliche Bedeutungslosigkeit, also knapp da, wo sich der SC Preußen aktuell aufhält.



Kommentare


Steffen schrieb am 09.06.2010 um 13:10:32 Uhr
unglaublich diese Liga! Wir müssen raus, das ist der einzige Weg!!

Artikel kommentieren


Dein Name
Dein Kommentar
Bitte löse die folgende Rechenaufgabe: 7 + 2 =



^ Nach oben




Suche

preußenfieber RSS-Feed preußenfieber RSS-Feed

Heute vor...

Ein Blick zurück in die Preußen-Geschichte. Von Gegnern und den Geschichten an der Bande.

... vor 56 Jahren:
Westfalia Herne - SC Preußen 3:0
... vor 28 Jahren:
SuS Hüsten - SC Preußen 2:2
... vor 1 Jahr:
SC Preußen - Wuppertaler SV 2:2

Nächstes Spiel

Noch 5 Tage, 6 Stunden und 42 Minuten bis zum Spiel gegen SV Werder Bremen II


© 2010 preußenfieber.de | Kontakt | Impressum | Sitemap