23.02.2012
Stichwort: Mannschaft | 13.11.2011 | Kommentare

Nur ein Punkt im Derby: Das soll es schon wieder gewesen sein?

Nur ein Punkt im Derby: Das soll es schon wieder gewesen sein?
Foto: Weder Papst, USC, noch Sicherheitswahn verhindern den ersten Derbysieg... naja, fast.
Das Derby ist vorüber, die Polizei abgezogen, die Bierbuden geschlossen - und am Ende bleibt vor allem ein Gefühl: Das war jetzt alles? Ja, es gab ein paar Chancen, durchaus. Aber insgesamt war es ein Derby, in dem die letzte Leidenschaft fehlte. Ein Derby, das der SC Preußen (wie so viele Spiele zuvor) hätte gewinnen können, besäße er etwas mehr Qualität. Die fehlt der Mannschaft aber, das zumindest wurde überdeutlich. Die vielen Unentschieden sind kein Pech, sie sind logisch. Im Spiel nach vorn fehlt es der gesamten Mannschaft an Ideen und Können. 16 erzielte Tore nach 16 Spielen, das ist eigentlich Abstiegs-Niveau. Nur gut, dass der SCP auf seine deutlich bessere Defensive setzen kann. Aber am Ende darf man sich dann eben nicht wundern, wenn es für höhere Aufgaben nicht reicht.

Erstaunlich genug, dass Münster trotz Bielefelds Drangphase in der ersten Halbzeit sogar noch das hauchfeine Plus an guten Chancen hatte: N'Diayes Kopfball nach 28 Minuten war gefährlich. Auch Klufts Schuss aus spitzem Winkel. Dass Bielefeld insgesamt bemühter wirkte, ist eine andere Geschichte.

Jürgen Duah stand schon in der ersten Halbzeit auf wackeligem Boden. Man muss leider sagen, dass der Außenverteidiger bemüht, aber eben häufig auch einen Schritt zu spät kommt und sich dann mit Fouls behelfen muss. In der zweiten Halbzeit sorgte er mit einem - übertriebenen - Foul an der Mittellinie dann für Gewissheit: Gelb-Rot, runter, die Preußen schon wieder geschwächt. Damit war die Geschichte des Spiels fast schon geschrieben. Münster zog sich weit zurück, Bielefeld übernahm die Regie. Nur stellten sich die Gäste dabei nicht geschickt an. Chancen für die Gäste gab es kaum, vermutlich hatte niemand aus Reihen der Preußen ernsthafte Angst um den einen Punkt. Rzatkowskis scharfer Schuss (63.), den Masuch noch parierte, war da fast der Höhepunkt der Angriffsbemühungen.

Es blieb am Ende bei einem Punkt und dem Gefühl, dass es für mehr eben nicht reicht.



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