Preußen Münster 1:1 gegen Unterhaching

Das war also der Auftakt in der 3. Liga. Ein Unentschieden gegen Unterhaching, den mutmaßlichen Abstiegskandidaten. Von wegen. Die Spielvereinigung präsentierte sich in Münster alles andere als schlecht - die Gäste waren engagiert, schalteten schnell um, wenn es sein musste. Zugegeben, das Chancenplus lag bei den Preußen. Aber am Ende hätte das Spiel ebensogut 2:1 wie 1:2 enden können. Alles in allem also ein gerechter Punkt mit einem leicht bitterem Beigeschmack für die Preußen. Aber leben kann man damit ganz gut.
Es war ein in vielerlei Hinsicht besonderer Tag. Dass Fotografen bei normalen Ligaspielen mit DFB-Leibchen herumlaufen müssen, ist ein sichtbares "Upgrade" zur Amateurklasse Regionalliga. Dass plötzlich Kameras den normalen Liga-Alltag begleiten, war zuletzt 2005/2006 der Fall. Aber dass diese Kameras für die ARD und nicht den WDR filmten, war eben auch ein Unterschied.
Und dann war da noch das herrliche Aprilwetter. Sturmböen, Sonne, Wolkenbruch - alles in einem Spiel. Und auf der Tribüne flüchteten wieder hunderte Zuschauer, die trotz Dach völlig ungeschützt waren. Es ist eben der deutliche Nachteil des Preußenstadions - das Spielfeld einfach falsch angelegt, die Tribüne hinten und seitlich offen wie ein Scheunentor. Da werden selbst leichte Regenschauer zu unerfreulichen Unwettern auf den Sitzplätzen. Ein grundlegendes Problem und wohl nicht mehr zu ändern.
In Sachen Stimmung war es schon einmal besser, die sommerliche Leichtigkeit wollte sich noch nicht recht einstellen. Zufall, dass es am lautesten wurde, als der große westfälische Regen hereinbrach? Preußenwetter? Wie auch immer, der erste Punkt ist gemacht, die Preußen stehen im Mittelfeld, und genau dort wollen sie am Ende ja auch recht sicher stehen. Das Schiff SCP ist also auf Kurs. Jetzt nicht in Chemnitz verlieren, dann kommt RWO. Die nächste Chance.
Achja. Arminia Bielefeld rangiert in der Tabelle hinter dem SCP.
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