Preußen Münster: Drei Punkte dank Babacar N'Diaye
Foto: Babacar N'Diaye
Natürlich macht im Fußball immer irgendein Spieler den Unterschied. Aber an diesem feuchtkalten März-Samstag wurde das so deutlich wie selten zuvor. Fast eine Stunde lang rieb sich Sercan Güvenisik wie in den Vorwochen auf, dann kam Babacar N'Diaye und drehte ein scheinbar verlorenes Spiel zu einem Sieg. Vielleicht eine Folge seiner Routine, seiner 37 Jahre, aber in jedem Fall seines Instinktes. Dort zu stehen, wo ein Stürmer eben... naja, das ist ja bekannt.
Es überrascht nicht wirklich, dass hohe Flankenbälle für den Schlaks weniger problematisch sind als für Münsters ansonsten eher durchschnittlich große Angreifer. Zuletzt versuchte es der SCP mit solchen langen und hohen Bällen immer und immer wieder, ohne Erfolg damit zu haben. Wenn es je einen perfekten Zeitpunkt für N'Diayes Rückkehr ins Team gab, dann an diesem Samstag. Lotte hielt zu diesem Zeitpunkt einen Punkt in Wuppertal, Münster lag zurück - und die übrigen Konkurrenten gewannen ihre Spiele. Eine Heimniederlage gegen Mainz, ausgerechnet vor dem Spitzenspiel in Lotte wäre ein Tiefschlag gewesen. Nicht nur, weil dann alle schwachen Spiele der Vorwochen plötzlich zu einer handfesten Krise geworden wären, sondern auch für die Psyche. Oder wie Marc Fascher später Ernst Happel zitierte: Fußball wird eben zu 80 Prozent mit dem Kopf gespielt. Wer weiß, was geschehen wäre, wenn...
Gut, dass am Ende darüber niemand nachdenken musste. Ornatellis tolle Flanke auf N'Diaye, Tor. Looses guter Pass auf N'Diaye, 2:1. Sieg, Ende, aus. Und so wichtig.
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