Preußen Münster eiert sich zum 0:4 gegen VfL Bochum
Foto: Gastspieler Shqipran Skeraj
Ein paar "blutige Nasen" werde sich der SCP wohl holen, orakelte Preußentrainer Marc Fascher vor ein paar Tagen noch. Naja, Recht hat er. 0:2 gegen Braunschweig, 0:4 gegen Bochum. In beiden Partien spielte Münster phasenweise mit, zahlte aber ordentlich Lehrgeld. Offensiv wie defensiv. Ganz grundsätzlich dürfte ein Problem sein, dass die interessanten Testspiele gegen Zweitligisten ausgerechnet zum Beginn der Testspielphase anstehen. Gerade in den ersten Tests wird doch häufig gewechselt. Welchen Wert haben eigentlich Defensiv-Tests für Abwehrreihen, die so nie wieder zusammenspielen werden?
Dass der SCP außerdem das Pech hat, derzeit gar keine erste Elf aufbieten zu können, ist Künstlerpech. Die Vorbereitung auf die 3. Liga steht nicht eben unter einem guten Stern, das muss man wohl sagen...
Am Sonntag in Laer gegen den VfL Bochum liefen die Preußen zumindest vor der Halbzeit mit einer Stammelf-ähnlichen Mannschaft auf - weiterhin ohne die verletzten Kühne, Ornatelli, Ndjeng. Dafür lief hinten rechts Gastspieler Shqipran Skeraj auf. Zuletzt ein Jahr praktisch vereinslos, früher für TuS Koblenz und kurz für Greuther Fürth am Ball. Der Gast machte seine Sache solide, ohne groß aufzufallen. Eine Verstärkung, besser als Duah? Eher nicht.
Drei weitere Gäste kamen ebenfalls zum Einsatz: Marc Stenzel (BVB A-Jugend), Mohamed Labiadh (SV Henstedt, zuvor VfL Bochum II) und Oliver Ioannou (Hannover 96 II). Eher Ergänzungsspieler, deren normaler Weg über Preußens U23 ins Drittligateam führen könnte.
Wenigstens hielt der SCP - bis auf eine Ausnahme - in der ersten Halbzeit gegen Bochum gut mit. Der VfL erspielte sich praktisch kaum eine Chance, nur Daniel Ginczek kam durch und schob den Ball an Masuch vorbei zum 1:0 ins Netz. Über die drei Aydin-Tore in der zweiten Hälfte soll hier gar nicht gesprochen werden, da war der SCP bereits in eine heterogene Truppe von Nachwuchsspielern und Gästen zerfallen. Preußen Münster? Nur noch dem Namen nach.
Gut gefallen konnte Neuzugang "Joe" Vunguidica, der auf der linken Seite einige schnelle Antritte und gute Flanken zeigte. Der Leihspieler vom 1. FC Köln deutete seine Fähigkeiten an. Torwart Masuch dirigierte seine Vorderleute energisch, hatte aber irgendwie das Pech, mit dem zusammengewürfelten SCP kaum noch eine Chance gegen Bochum zu haben. Vor allem in der zweiten Halbzeit wirkte er bei den drei Gegentreffern irgendwie unsortiert. Ein durchwachsener Auftritt.
Über das ganze Spiel darf man aus Fan-Sicht gerne hinwegsehen. Trainer und Mannschaft werden ihre Schlüsse daraus ziehen, am Donnerstag geht's nach Aachen...
Kommentare
Frohnatur schrieb am 04.07.2011 um 10:46:08 Uhr Die Schlüsse die man daraus ziehen wird.....den" schlafenden Riesen" bloss nicht aufwecken.
Also: Sportlich wird es nicht reichen, aber vielleicht entzieht man den ein oder anderen Verein die Lizenz,. Hat ja schon einmal geklappt.
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