05.02.2012
Stichwort: DFB-Pokal | 21.08.2010 | Kommentare

Preußen Münster: Pokal-Aus gegen Wolfsburg

Preußen Münster: Pokal-Aus gegen Wolfsburg
Foto: Stimmungsvolles Intro im Regen
Dritter Anlauf, zum dritten Mal raus mit Applaus. Der VfL Wolfsburg mühte sich in Münster in die 2. Runde des DFB-Pokals, aber schon wenige Tage später spricht niemand mehr darüber. Eine große Leistung der Preußen, aber der Pokal vergisst schnell.

Was für ein Wetter im Preußenstadion! Regen, Regen, Regen, den ganzen Tag. Klitschnass wurden alle auf den Stehplätzen (und wie immer in den ersten Tribünenreihen). Vielleicht genau das richtige Wetter, um sich mit Macht einem ungleich stärkeren Gegner entgegen zu werfen. Wolfsburg, mit Grafite, Dzeko, Misimovic, undundund angereist, hatte mehr Ballbesitz, aber das war es dann auch schon. So richtig in Fahrt kamen die Wölfe in Münster nicht. Auch, weil die Preußen in der Abwehr ziemlich gut standen und Misimovic fast aus dem Spiel nahmen – dessen Auswechslung nach einer Stunde war ein deutliches Zeichen dafür.

Wolfsburg wurde nur bei Standards gefährlich, die Preußen erhielten naturgemäß auch nicht eben viele Chancen – aber fast die besseren. Nicht in Halbzeit eins, in der die Preußen zunächst mit der Situation klarkommen mussten. Aber nach dem Wechsel wurde es besser. Güvenisik hatte vielleicht die beste Szene, als er den Ball von der Strafraumgrenze knapp über die Torlatte setzte. Schade.

Ein echter Klassenunterschied blitzte nur noch selten auf, wenngleich Wolfsburg weiterhin versuchte, das Spiel zu dominieren. Dass dann der Gegentreffer dennoch fiel, war in der Entstehung irgendwie typisch. Aus 18 Metern nahm Cicero Maß und setzte einen nicht einmal hart geschossenen Ball knapp neben dem Pfosten ins Tor – unhaltbar wäre etwas anderes. Nach 80 Minuten schien die Partie nun den erwarteten Gang zu nehmen: Hoher Favorit quält sich zum Pflichtsieg. So kam es (fast) nicht. Denn Edin Dzeko half den Preußen. Einen Freistoß von Marc Lorenz wollte der Wolfsburger ins Tor-Aus klären, hob den Ball aber fast artistisch am eigenen Torwart vorbei zum 1:1 ins Netz. Riesenjubel in Münster, das Stadion tobte – vier Minuten vor Abpfiff schien die Verlängerung greifbar, eine erneute Überraschung lag in der Luft.

Vielleicht war es diese Stimmung, die die Niederlage perfekt machte. Gerade eine Minute später passte die Abwehr der Preußen bei einer Wolfsburger Ecke nicht auf, der Ball sprang zum eingewechselten Grafite, der ließ aus drei Metern Manuel Lenz keine Chance. Das 1:2 nach 88 Minuten, nur eine Minute Nachspielzeit – das war zu wenig, um noch einmal etwas zu drehen.

Wolfsburgs neuer Trainer Steve McLaren erklärte anschließend den Sky-Reportern, die Preußen hätten klasse gespielt, wie erwartet. Aber – wie Preußens Trainer Marc Fascher sagte – für solche Komplimente könne sich eben der Verlierer nichts kaufen.



Artikel kommentieren


Dein Name
Dein Kommentar
Bitte löse die folgende Rechenaufgabe: 4 + 7 =



^ Nach oben




Suche

preußenfieber RSS-Feed preußenfieber RSS-Feed

Heute vor...

Ein Blick zurück in die Preußen-Geschichte. Von Gegnern und den Geschichten an der Bande.

... vor 56 Jahren:
Westfalia Herne - SC Preußen 3:0
... vor 28 Jahren:
SuS Hüsten - SC Preußen 2:2
... vor 1 Jahr:
SC Preußen - Wuppertaler SV 2:2

Nächstes Spiel

Noch 5 Tage, 6 Stunden und 41 Minuten bis zum Spiel gegen SV Werder Bremen II


© 2010 preußenfieber.de | Kontakt | Impressum | Sitemap