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SC Preußen - Arminia Bielefeld 1:3
RL Nord
Saison 2004/2005, Freundschafts-/Testspiel | 07.07.2004
SC Preußen: Gößling - di Gregorio, Rose, Logermann (46. Fischer), Hayer (56. Brox), Vanek (46. Bäumer), Boller (46. Manteufel), Milde (46. Seidel), Tammen (64. Küsters), Schyrba (64. Heineke), Fiore (Trainer Hans-Werner Moors)
Arminia Bielefeld: Hain - Rauw, Borges, Gabriel, Schuler (63. Fink), Owomoyela (46. Boakye), Kauf, Dammeier (63. Trajanov), Raducanu (76. Porcello), Vata (63. Radovic), Küntzel (76. Duro)
Tore: 0:1 Raducano (36.), 0:2 Boakye (55.), 0:3 Boakye (73. Foulelfmeter), 1:3 Rose (85.)
Zuschauer: 800
Stadion: Preußenstadion
Schiedsrichter: Christian Fischer (Hemer)
Gelbe Karten: Heineke, di Gregorio / Vata, Duro, Kauf
Spielbericht
Es hilft nichts: Es war lange nicht das erhoffte brisante Aufeinandertreffen zweier alter Rivalen. Stattdessen war es über weite Strecken ein verregneter Langeweiler erster Güte. Wer gekommen war, um sich vom SCP verführen zu lassen, war klar falsch. Knappe 1000 Zuschauer, darunter rund 150 aus Bielefed, wollten den Grottenkick sehen. Im strömenden Regen versanken weite Teile des Spiels, das verheißungsvoll mit einem Lattenknaller nach Preußen-Freistoß begonnen hatte.
Bielefeld antwortete mit schnellem Spiel und kam auch zu einigen Chancen, von denen der wirklich gute Gößling einige zunichte machte.
Der Preußen-Towart spielte die gesamten 90 Minuten durch und machte dabei eine sehr gute Partie. Von den Preußen kann man das kaum behaupten - aber nach drei Tagen Training kann das auch niemand verlangen. Torchancen blieben eigentlich komplett aus, die Preußen setzten sich vorne einfach nie durch. Bielefeld hatte freilich auch kaum echte Torszenen, nutzte aber die wenigen Chancen besser aus.
Ein echter Klassenunterschied war logischerweise selten zu sehen, die Preußen hielten dagegen und wollten sichtlich nicht hoch verlieren.
Und Bielefeld agierte streckenweise ebenso pomadig wie schon im ersten Test, der Uwe Rapolder schon auf die Palme brachte.
Die vielen Wechsel in Halbzeit Zwei brachten das Spiel vollends durcheinander, der strömende Regen sorgte allenthalben für Lustlosigkeit.
So blieb es ein mittelprächtiger Auftakt in die neue Saison, in der immerhin Matthias Rose als erster Torschütze für den SCP in die Statistik eingeht: Beim Stand von 0:3 köpfte er klug gegen den Lauf von Hain zum 1:3 ein.
Zuvor hatte Boakye zweimal getroffen für Arminia, das 3:0 per Elfmeter erzielt. Der war erstens recht gutmütig gepfiffen und zweitens mit Glück verwandelt, denn Gößling war dran am Ball, lenkte den Ball aber nur noch über sich selber ins Tor.
Insgesamt ein mäßiges Spiel und nur nach Abpfiff und draußen vor dem Stadion war zu spüren, dass noch Rivalität zwischen den Klubs herrscht. Platzverweise für die Fans an der Aral-Tanke und kurzfristige Aufregung - aber wie das ganze Spiel auch am Ende alles halb so wild.
Achja: Als Gastspieler wirkte beim SCP der junge Baldo di Gregorio mit, dessen Leistung jedoch schwer beurteilbar war - aber das mag auch am Bierchen auf der Tribüne gelegen haben ;-)
Auf der linken Seite sollte sich di Gregorio austoben. Und das war in diesem Graupenspiel ja nicht wirklich möglich. Große Szenen hatte di Gregorio jedenfalls nicht...
Das schreibt die Neue Westfälische:
Spiel in Ordnung, Ausbeute bescheiden
Ansehnlicher 3:1-Erfolg beim alten Rivalen Preußen Münster
VON RAINER KLUSMEYER
Münster. Die Fans auf den Stehplatzrängen lieferten sich das ein oder andere Stimmduell, auf dem Rasen ging es friedlich zu: Das westfälische Nachbarschaftstreffen zwischen Preußen Münster und Arminia Bielefeld hat schon wildere Zeiten erlebt. Was daran liegen mag, dass die Kräftverhältnisse mittlerweile klar verteilt sind: Bundesligaaufsteiger Arminia gewann beim Regionalligisten relativ ungefährdet mit 3:1 (1:0).
Das Ergebnis hätte vor 1.000 Zuschauern bei strömendem Regen durchaus deutlicher zugunsten der Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder ausfallen können. Doch dessen Angriffsspieler erlaubten sich vor allem in der Anfangsphase zu oft, was sie sich in der neuen Saison garantiert nicht leisten dürfen: Sie ließen klarste Torchancen ungenutzt, wobei das ein oder andere Versäumnis an die Aufstiegsserie 2003/04 erinnerte. Marco Küntzel, als einzige zentrale Spitze von dem offensiven Dreierblock Owomoyela-Vata-Raducanu unterstützt, hätte allein drei Tore erzielen können. Erst zielte er nebenher (6. Minute), passte dann zu uneigennützig auf den abgeblockten Claudia Raducanu (8.) und scheiterte schließlich am Ex-Arminen Frederik Gößling im Preußen-Tor (35.). Auch Fatmir Vata (9.) machte es nicht besser, weshalb es bis zur 36. Minute beim torlosen Unentschieden blieb. Dann machte Claudiu Raducanu das, weswegen er aus Spanien nach Ostwestfalen geholt worden ist: Er erzielte einen Treffer.
Mit Fatmir Vata und Rüdiger Kauf hatten zwei "Alt"-Bielefelder dem Rumänen den Ball maßgerecht vorgelegt – nicht nur in dieser Szene zeigte die neuformierte DSC-Elf schon Harmonie und gutes Spielverständnis. Allerdings standen mit Raducanu und Markus Schuler auch nur zwei Neuzugänge in der Anfangsformation, konnten mit den Marijo Maric (verletzt) und Delron Buckley (fehlende Spielberechtigung) zwei Neue gar nicht eingesetzt werden.
Im zweiten Abschnitt zeigten die Arminen weiter ihre Überlegenheit und kamen durch Isaac Boakye (53. und 73.) zu Zählbarem. Boakye erzielte seinen zweiten Treffer per Foulelfmeter, nachdem Raducanu gelegt worden war. Sechs Minuten vor dem Abpfiff kam Münster noch zum Ehrentor. DSC-Trainer Uwe Rapolder bilanzierte: "Mit dem Spiel war ich zufreiden, mit dem Ergebnis nicht. Wir mussten wesentlich mehr Tore schießen. Wir haben zwölf klare Chancen gehabt, das waren heute deshalb drei Tore zu wenig."
Statistik und weitere Spiele
Insgesamt
52 Spiele gegen Arminia Bielefeld vorhanden, davon bislang
23 Niederlagen,
14 Unentschieden und
14 Preußensiege.
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