Weitere Spiele gegen diese Mannschaft
SC Preußen - SV Babelsberg 1:1
3. Liga
Saison 2011/2012, 5. Spieltag | 17.08.2011, 19.00 Uhr
SC Preußen: Masuch – Duah, Kirsch, Halet, Huckle – Truckenbrod, Bourgault – Siegert (46. Loose), Ornatelli (46. N'Diaye/64. Kluft), Vunguidica – Güvenisik (Trainer Marc Fascher)
SV Babelsberg: Unger – Rudolph, Grossert, Surma, Igwe – Prochnow, M. Kühne – Kauffmann (62. Nelson), Stroh-Engel, Makarenko – Müller (85. Civa) (Trainer Dietmar Demuth)
Tore: 0:1 Stroh-Engel (37.), 1:1 Kirsch (87.)
Zuschauer: 10114
Stadion: Preußenstadion
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen/Bayern)
Gelbe Karten: Kluft / Grossert, Surma, Kühne, Unger, Müller
Gelb-Rote Karten: Vunguidica (84., grobe Unsportlichkeit), Makarenko (92., grobes Foulspiel)
Spielbericht
Mittwochabend, Sommerwetter, angenehm warm. Und nach den enttäuschenden 6100 Zuschauern gegen RW Oberhausen strömten diesmal über 10.000 Zuschauer ins Stadion. Zehn Punkte aus vier Spielen machten die Fans dann doch neugierig.
Was Trainer Marc Fascher später beschreiben würde als einen rabenschwarzen Tag, endete in einem Jubelorkan. Sicher, die Partie ging unentschieden aus. Aber das war ein gefühlter Sieg. Denn alles lief gegen den SCP. Schon die erste Halbzeit bestätigte, was in allen bisherigen Partien zu bemerken war. In der 3. Liga geht es anders zur Sache, jeder Gegner ist schwer. Auch Babelsberg lief aus einer stabilen Defensive heraus auf. Hatte aber übers gesamte Spiel betrachtet vielleicht zwei Torchancen - Münster sah deutlich besser aus, wenngleich selber auch nicht mit den ganz großen Szenen. Güvenisiks Schlenzer, der Torwart Unger gerade noch um den Pfosten drehte, war so eine Szene.
Interessanter aber alles andere: Mit der ersten echten Chance führte Babelsberg nach 37 Minuten. Stroh-Engels Kopfball war nicht mehr zu verhindern, in der Luft sahen die Preußen ohnehin benachteiligt aus. Die Halbzeit-Führung für die Gäste war überraschend - und wurde in Halbzeit zwei noch bemerkenswerter. Denn nur noch die Preußen drängten. Das allerdings nicht genau genug, häufig landeten die Zuspiele nicht beim eigenen Mann. Babelsberg verteidigte das gut, zog sich weit zurück und nutzte die Grenzen des Regelwerks aus. Eine Menge Foulspiele entschleunigten das Spiel. Leidtragende waren Mittelfeldmotor Massimo Ornatelli, der zur Pause schon raus musste. Eine gute Viertelstunde nach seiner Einwechslung war auch für N'Diaye wieder Schluss. Foulspiel der Babelsberger, Verdacht auf Innenbandriss, raus.
Dann, in der heißen Schlussoffensive Stress im Babelsberger Strafraum. Björn Kluft tollpatschig per Hand, Proteste der Babelsberger. Harmlos bis hierhin - doch dann raste Babelsbergs Torwart Unger wie ein Irrsinniger aus dem Kasten, quer durch den Strafraum, völlig außer Sinnen. Das provozierte eine Rudelbildung, Joe Vunduica geriet mit einem Gegenspieler aneinander, ein Schubser, ein Sturz (natürlich) - und Rot gegen den Preußen. Ein Drama des völlig überforderten Schiedsrichters in seiner ersten Drittliga-Partie.
In Unterzahl, aber angefeuert von den Fans, stürmte der SCP nach vorn. Aber erst drei Minuten vor Ende wuchtete Patrick Kirsch einen Kopfball ins Netz. Was dann im Stadion los war, grenzt an Ekstase. Völlig außer Rand und Band reagierte die Kulisse, jetzt standen alle. Und Münster drängte gar auf den Siegtreffer. In den Schlussminuten dann auch Rot gegen Babelsbergs Makarenko. Ein Kampfspiel erster Güte, ein Drama am Ende, Fußball pur.
Rund 100 Babelsberger Fans waren mit dabei, etliche erst mit deutlicher Verspätung im Stadion.
Statistik und weitere Spiele
Insgesamt
6 Spiele gegen SV Babelsberg vorhanden, davon bislang
2 Niederlagen,
1 Unentschieden und
3 Preußensiege.
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