SV Werder Bremen II - Preußen Münster: Leidenszeit
Foto: Fast nass gemacht in Bremen...
Muss man nicht haben, schon gar nicht sonntags. Preußens Ausflug an die Weser endete am Sonntag eigentlich wie immer. Regionalliga Nord, 3. Liga, egal - Siege sind unmöglich. Werder Zwo, die Unbesiegbaren. Zumindest für Münster. Sieben Spiele, kein Sieg. Zuhause kaum einen Deut besser: Ein einziger Sieg. Das macht also noch einmal: 13 Spiele, ein Sieg. Viel schlechtere Bilanzen gibt es nicht.
Jetzt ist wieder Genörgel im Stall, weil am Ende vieles darauf hindeutete, dass wenigstens dieser eine Punkt mitgenommen werden sollte. Verschleppung statt Schluss-Offensive, Wojciech Pollok eine Minute vor Ende für Güvenisik - muss das wirklich sein? Loose drei Minuten vor dem Ende - das ist doch kein sportlicher Wechsel mehr, sondern der Kampf um Sekunden. Am Ende hat es geklappt, aber nach dem Schlusspfiff waren an der Seitenlinie interessante Beschwerden zu hören. "Wollen die nicht oben mitspielen?", brummelte ein (hier nicht genannter) Spieler. Und beschwerte sich lauthals über die zu defensive Grundordnung. Nun, immerhin hat diese Grundordnung funktioniert, der SCP kam ohne Gegentor über die Runde. Nur Spitzenreiter Regensburg hat eines weniger kassiert (3). Und wenn Marco Riemer etwas mehr von einem Torjäger hätte, wäre der SCP mit drei Punkten nach Münster gefahren. Arbeitssieg, dreckiger.
Trotzdem oder einfach grundsätzlich: Die Preußen sind nach sechs Spieltagen weiter ungeschlagen, das sind außer den Adlern nur acht Profiteams zwischen 1. und 3. Liga. Zwölf Punkte im Haben, Platz vier, das ist eine beachtliche Bilanz für einen Aufsteiger. Und Kritik dürfte sich wohl nur daran entzünden, dass Bremen wahrlich kein unschlagbarer Gegner war und ein Sieg für die Preußen bei etwas mehr Leidenschaft dringesessen hätte.
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