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Saison 2002/2003
RL Nord, , 1. Spieltag
27.07.2002
Stadion an der Gellertstraße, 3600 Zuschauer


Chemnitzer FC - SC Preußen


2:0




Chemnitzer FC
Hiemann - Göhlert - Zedi, Mehlhorn, Schmidt - Meissner, Tschipev (87. Simic), Fröhlich, Walther - Ersin, Krieg (88. König)
SC Preußen
Stuckmann - Schyrba , Sloot, Nischkowsky - Putz (65. Castilla), Winter, Lodter, Küsters , Gunkel (75. Bienemann) - Antwerpen , Döpper (Trainer Neale Marmon)

Tore: 1:0 Demir (27.), 2:0 Demir (57.), 2:1 Küsters (79. Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Stefan Lupp



Etwa 100 mitgereiste Fans aus Münster mussten böse schwitzen. Während die Heimnfans ganz gemütlich unter Bäumen im Schatten standen, brannte die Sonne wunderbar auf den Gästeblock herunter. Nackte Oberkörper überall...

SO was sieht man auch selten: Unter großem Jubel der Tribünenfans legte sich Ingo Walther mit dem Schiri an: Der gab den Ball bei einem Chemnitzer Freistoß nicht schnell genug frei für Walther. Also schubste der den Schiri regelrecht zur Seite. Das klappte aber nicht ganz und irgendwie war Walther bei der Aktion wohl auch nicht ganz wohl zumute - jedenfalls sah er zu, dass er sich aus dem Staub machte. Mancher Schiedsrichter hätte hier gaaaaaanz sicher eine gelbe Karte gegeben.

Spielbericht



Hinweis: Die Partie wurde nachträglich mit 0:2 gewertet, weil Münster Bernd Winter trotz Gelbsperre einsetzte.

Ein Auftakt wie befürchtet: Der SC Preußen verlor seine Partie in Chemnitz zu locker mit 1:2. Der Anschlusstreffer durch Stephan Küsters (Foulelfmeter nach Foul an Döpper) war nur noch Kosmetik. Tatsache ist, dass sich die Preußen über 90 Minuten hin viel zu wenig Torchancen erarbeitete.

Das riskante Spiel nach vorn, das Marmon seinem Team verordnet hat, birgt gewisse Risiken - und die legte Chemnitz mit drei, vier schnellen Pässen offen. Einmal war Stephan Sloot gar nicht auf dem Posten: Schon stand es 0:1. Dann in der zweiten Halbzeit die gleiche Szene noch einmal, wieder stand Demir völlig frei am Strafraum und konnte ungehindert einschießen. Thorsten Stuckmann musste beiden Bällen nur noch hinterhersehen - da war nicht mehr viel zu machen.

Für gut 20 Minuten spielte der SCP ansehnlichen Fußball, hielt die Partie offen und erspielte sich gar eigene Chancen. Dann reichte mal wieder ein Fehler und Münster rannte einem Rückstand hinterher.

Wie auch am Tag danach die Zeitungen melden, hätte der SCP durchaus zwischenzetlich den Ausgleich erzielen können: Schiedsrichter Lupp bewies zum Leidwesen der Preußen nicht die Konsequenz, die dafür nötig gewesen wäre. Ein elfmeterreifes Foul an Bernd Winter, dazu später noch ein klarer Elfmeter gegen Christian Bienemann - das hätte spätestens die Chance zum 2:2 gewesen sein können. Aber Stefan Lupp verlegte den Tatort fröhlich direkt an die Strafraumkante, anstatt in den Strafraum - wo das Foul passierte. Auf der Tribüne war die Erleichterung deutlich zu spüren - das hatten wohl nicht nur die Preußenfans so gesehen.

Für ein eigenes Tor kamen die Preußen nach diesen vergebenen Möglichkeiten allerdings kaum noch in Frage, erst kurz vor Schluss, nach dem Foulelfmeter legten die Preußen noch einmal einen Zahn zu und setzten Chemnitz unter Druck. Aber mit nur einer kleinen Chance: Frank Döpper zog aus 18 Metern mal flach ab, Hiemann parierte den Schuss aber. Dennoch hätte die Partie für den SCP noch viel böser enden können: Denn Rainer Krieg und Demir hatten direkt nach dem 2:0 mehrere Chancen, das 3:0 oder 4:0 zu erzielen. So täuscht das knappe Ergebnis letztlich ein bisschen über die Kräfteverhältnisse hinweg.

Der Kicker schreibt:
Der CFC startete mit einem Dreier, überzeugte aber nur phasenweise. Die Siegesgaranten waren der glänzende Zedi und Stürmer Demir. Zwei Mal gut vorbereitet von Krieg spielte er die Münsteraner schwindlig und vollendete. Münster agierte lange zu zaghaft. Nach dem 0:2 wachten die Preußen auf. Als Küsters einen Foulelfmeter (Hiemann an Döpper) zum 1:2 nutzte, war ein Remis möglich. Doch Hiemann rettet gegen Döpper (84.).
Jens Wohlgemuth

Das schreibt die Chemnitzer Freie Presse:

Demir setzt mit Bauerntrick Münster matt

Chemnitzer FC startet mit 2:1 (1:0) gegen Preußen Münster in die neue Saison

Chemnitz. „Mein schönster Tag heute? Es kommen noch schönere.“ Ersin Demir strotzte vor Selbstbewusstsein, als er am Sonnabend vom Platz ging. Der 24-Jährige, der in der Winterpause vom türkischen Erstligisten Samsungspor nach Chemnitz gekommen war, sicherte mit seinen zwei Treffern zum 2:1 (1:0) gegen Preußen Münster - jeweils nach guter Vorarbeit von Rainer Krieg - den ersten Heimsieg der Chemnitzer in der neuen Saison der Fußball-Regionalliga. „Ersin kann im Strafraum explodieren. Das ist seine große Stärke“, lobte ihn nach dem Spiel CFC-Trainer Matthias Schulz. Auch der Münsteraner Coach Neale Marmon anerkannte die individuelle Klasse des gebürtigen Kölners, der sein fußballerisches Handwerk bei Bayer Leverkusen erlernte: „Demir hat uns mit zwei Bauerntricks matt gesetzt.“

Die zwei Treffer von Ersin Demir waren das Salz in der Suppe in einer Begegnung, die die 3600 Zuschauer in Chemnitz nur phasenweise zufriedenstellen konnte. Die ersten 20 Minuten gehörten zur Kategorie Sommerfußball der schlimmeren Sorte. Am Ende war der Tenor einhellig: Hauptsache gewonnen. Jetzt können wir in Ruhe weiterarbeiten. Nach den Querelen im Vorstand und den vielen verletzungsbedingten Ausfällen dürfte der Sieg Balsam für die gestresste himmelblaue Seele sein. Von den sieben angestrebten Punkten aus den ersten drei Spielen hat man fast die Hälfte schon erreicht.

Die neuformierte CFC-Elf hinterließ bis auf die Schlussphase vor allem in der Abwehr einen guten Eindruck. Rudolf Zedi, der Neuzugang von Fortuna Düsseldorf, spielte fehlerfrei und auch Jan Schmidt stellte trotz seiner Knieprobleme gewohnte Kopfballstärke unter Beweis. „Das letzte Risiko bin ich noch nicht eingegangen. Ich kann aber froh sein, dass ich ohne Schmerzen durchspielen konnte“, stellte der 31-jährige Abwehrrecke fest.

Während Jan Schmidt auf der Stammposition in der Abwehr sein Pensum absolvierte, hatte Stefan Meissner diesmal eine ungewohnte taktische Aufgabe zu erfüllen. Mangels Alternativen musste der Kapitän im rechten Mittelfeld aushelfen und machte seine Sache gut, wenngleich er hier weniger seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen konnte. „Ich weiß, dass Stefan viele taktische Aufgaben erfüllen kann. Das hat er heute nachgewiesen“, lobte Trainer Matthias Schulz seinen Aushilfs-Mittelfeldspieler. Meissner selbst war nicht so glücklich über seine neue Rolle. „Klar, dass ich lieber im Angriff spiele. Das kann heute nur eine Ausnahme gewesen sein“, relativierte der 29-Jährige seine neue Position, die langfristig der erst am Freitag von Hertha BSC/Amateure verpflichtete 19-jährige Alexander Simic ausfüllen soll. Bis dahin wird Stefan Meissner wohl oder übel in den sauren Apfel als Mittelfeldspieler beißen müssen.

Am Ende konnte sich der CFC bei Torhüter Holger Hiemann und Schiedsrichter Lupp bedanken. Hiemann parierte in der 84. Minute einen Döpper-Schuss reaktionsschnell. Der Referee verlegte ein Foul am eingewechselten Bienemann auf außerhalb des Strafraumes. Sonst wären die Gesichter beim CFC hinterher doch etwas länger gewesen.
Von Stefan Geyler


Statistik und weitere Spiele


Insgesamt 24 Spiele gegen Chemnitzer FC vorhanden. Bilanz der bereits absolvierten Begegnungen:
5 Niederlage/n
5 Unentschieden
14 Preußensiege.

SaisonPaarungErg.
2001/20026Chemnitzer FC - SC Preußen 2:1 (1:0)
2001/200222SC Preußen - Chemnitzer FC 1:0 (1:0)
2002/20031Chemnitzer FC - SC Preußen 2:0 (0:0)
2002/200318SC Preußen - Chemnitzer FC 0:0 (0:0)
2003/200414Chemnitzer FC - SC Preußen 1:0 (0:0)
2003/200431SC Preußen - Chemnitzer FC 1:0 (0:0)
2004/20053SC Preußen - Chemnitzer FC 1:0 (0:0)
2004/200522Chemnitzer FC - SC Preußen 0:0 (0:0)
2005/20063SC Preußen - Chemnitzer FC 2:1 (2:0)
2005/200622Chemnitzer FC - SC Preußen 1:1 (0:0)
2011/20122Chemnitzer FC - SC Preußen 1:2 (1:2)
2011/201220SC Preußen - Chemnitzer FC 2:2 (1:0)
2012/20132SC Preußen - Chemnitzer FC 1:0 (1:0)
2012/201321Chemnitzer FC - SC Preußen 2:2 (2:0)
2013/201412Chemnitzer FC - SC Preußen 0:4 (0:4)
2013/201431SC Preußen - Chemnitzer FC 3:1 (1:1)
2014/201513Chemnitzer FC - SC Preußen 1:0 (1:0)
2014/201532SC Preußen - Chemnitzer FC 2:3 (2:2)
2015/20168Chemnitzer FC - SC Preußen 0:1 (0:0)
2015/201627SC Preußen - Chemnitzer FC 3:1 (0:1)
2016/201717SC Preußen - Chemnitzer FC 1:0 (0:0)
2016/201736Chemnitzer FC - SC Preußen 0:3 (0:1)
2017/201817SC Preußen - Chemnitzer FC 1:0 (0:0)
2017/201836Chemnitzer FC - SC Preußen 1:2 (0:1)

Legende
TE = Testspiel
P = Pokalspiel (Verbandspokal, DFB-Pokal)
HT = Hallenturnier
T = Sonstige Turniere




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