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Saison 2004/2005
RL Nord, , 32. Spieltag
23.04.2005
Preußenstadion, 9250 Zuschauer


SC Preußen - VfL Osnabrück


2:2




SC Preußen
Gößling - Niang, Neunaber, Schyrba, Beer - Schäper, Tammen, Bäumer, Seidel (90. Leifeld) - Milde (89. Bury), Fiore (86. Yilmaz) (Trainer Hans-Werner Moors)
VfL Osnabrück
Berbig - Koch, Schanda, de Jong, Ewertz - Enochs (87. Jank), Joppe (63. Schäfer) - Nouri, Kügler (76. Menga) - Feldhoff, Reichenberger

Tore: 1:0 Neunaber (26.), 1:1 Reichenberger (43.), 2:1 Fiore (47.), 2:2 Feldhoff (51. Handelfmeter)
Schiedsrichter: Markus Kuhl
Gelbe Karten: Beer, Seidel / Joppe



Viele bekannte Gesichter im Stadion: Marco Antwerpen war da und verbrachte die Partie gemeinsam mit Jörn Heineke und Stephan Küsters auf der Tribüne. Unten auf der Laufbahn beobachteten Ex-Präsident Thomas Herda und Uli Gäher das Geschehen.
Neu-Trainer Colin Bell mischte sich wieder unters Partyvolk und sah das Spiel aus der Preußen-Fankurve! Er wird seinen Spaß gehabt haben.
Ein fantastisches Fahnenintro mit Erinnerungswert an Fortuna Düsseldorf schmückte den Einlauf beider Teams: Mit hunderten schwarz-weiß-grüner Fahnen begrüßten die Preußen ihr Team, dazu die Transparente: Gebt alles! - Und noch viel mehr.
Ein unanständiges Transparent hatten die Preußenfans den Osnabrücker Gästen untergejubelt. Es hatte etwas zu tun mit lutschen - aber mehr soll hier aus Gründen der Pietät nicht genannt werden :-)

Spielbericht



Tja, was soll man zu so einem Spiel sagen? Gästetrainer Pele Wollitz, wie gewohnt unbeliebt bei den Preußen, traf es in der Pressekonferenz auf den Punkt. Er hätte eigentlich den Preußen zu einem Sieg gratulieren sollen, der eine Punkt für den VfL sei glücklich gewesen und nicht verdient.
Er lag so falsch nicht mit seiner Analyse. Denn der VfL ließ über weite Strecken den Schwung der vergangenen drei Spiele vermissen. Die Osnabrücker erspielten sich über die ganze Partie einfach zu wenig Chancen. Ganz anders der SC Preußen: Ein halbes Dutzend erstklassiger Chancen wurden vergeben, Milde hatte gleich zweimal die Chance, ganz allein vor dem nicht sonderlich starken Berbig ein Tor zu erzielen.
Ein uns andere Mal wurde die Osnabrücker Abwehr schwindlig gespielt von Giancarlo Fiore, vielleicht dem besten Preußen an diesem Tag. Der Mann lief sich die Sohlen wund, half hinten aus und stürmte dann schon wieder nach vorn. Kein Zufall, dass er einen Riesenbeifall einheimste nach seiner Auswechslung.

Nach einer schwungvollen Anfangsphase der Preußen kamen auch die Gäste nach 15 Minuten ins Spiel. Doch schnell legte der SCP vor: Nach einer Ecke und einer Kopfballverlängerung schob Neunaber blitzgescheit zum 1:0 ein. Die Führung sorgte für beste Stimmung im Stadion. Und die Preußen hatten mehrfach die Chance, die Führung auszubauen: Ein Wahnsinn, dass der Ball nach Mildes Kopfball von Berbig nicht über die Linie des Tores abprallte, sondern buchstäblich von der Torlinie wieder wegsprang. Eine 2:0-Führung lag in der Luft und wäre völlig und in jeder Hinsicht verdient gewesen.

Doch die erst zweite Chance für den VfL sorgte schon für das 1:1 kurz vor der Pause.

Der glückliche Ausgleich für den VfL sorgte nur kurz für Ärger. Denn Fiore besorgte mit einem großartigen Tor das 2:1 direkt nach der Pause. Bäumer schnappte Torwart Berbig, der völlig planlos aus seinem Tor herauseilte, den Ball von den Füßen, spielte Fiore an, der schob flach ein zum 2:1.

Über die Führung konnten sich die Preußen nicht lange freuen, denn nur wenige Minuten später durfte Feldhoff einen Handelfmeter verwandeln zum 2:2-Endstand.

Obgleich in der Folge nur noch der SCP spielte, fehlten am Ende die echten Torchancen für die Preußen. Osnabrück hangelte sich glücklich zum Abpfiff durch, für die große Schlussoffensive fehlte dem SCP am Ende die Kraft.

Alles in allem ein Punktverlust für die Preußen, die aber mit einem großartigen Spiel dafür sorgten, dass der VfL nicht abhebt. Allein der gleichzeitige Sieg der Chemnitzer gegen den FC St. Pauli schmälerte den Punkt etwas mehr.

Das steht auf www.vfl.de
Nach dem eher glücklichen Unentschieden im Derby bei Preußen Münster hat sich die Ausgangslage im Aufstiegskampf für den VfL Osnabrück kaum verändert. Von den vier Spitzenteams erreichte lediglich der VfB Lübeck einen Sieg, Paderborn und Braunschweig mussten sich jeweils mit einem Remis begnügen. Einen vorentscheidenden Charakter könnte nun die Partie gegen die Braunschweiger Eintracht am nächsten Samstag haben.

Das Derby Preußen Münster gegen den VfL Osnabrück elektrisiert noch immer die Massen - zumindest, wenn es sich dabei um Osnabrücker handelt. Gut 4.000 Schlachtenbummler unterstützten die Lila-Weißen auf ihrem Weg in das benachbarte Westfalen. 5.000 Münsteraner wollten dagegen ihr Team wie vor zwei Jahren siegen sehen- vom westfälischen Frieden war in der Partie wie üblich wenig zu spüren.

Hans-Werner Moors, Trainerfuchs auf Seiten der Westfalen und in Osnabrück sehr gut bekannt, machte sich nach der Partie einmal mehr sehr beliebt, indem er dem VfL im Aufstiegsrennen viel Glück wünschte und seiner Überzeugung Ausdruck verlieh, der VfL Osnabrück gehöre in die 2. Liga. Diese Äusserungen sollten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die von Moors betreuten Teams immer sehr schwer zu spielen sind. Dem Coach gelingt es immer wieder, kompakte, konditionsstarke und unbequeme Mannschaften zu formen.

Den Osnabrückern war somit bereits vor der Partie klar, dass sie von allen Spitzenteams die schwerste Aufgabe an diesem Wochenende zu absolvieren hatten. PeLe Wollitz hatte jedoch den Eindruck, dass nicht alle Spieler um die Schwere der Partie wussten und unter der Woche nicht in der Lage waren, die notwendige Spannung aufzubauen. Aufgrund des kleinen Kaders sei es jedoch nicht möglich, hieraus Konsequenzen zu ziehen und den ein oder anderen Denkzettel zu verteilen.

Namen nannte der Coach naturgemäß nicht, die Zuschauer konnten sich während der Partie jedoch selber gut ein Bild von der Form der Lila-Weißen Kicker machen. Unter ihren Möglichkeiten blieben insbesondere Jan Schanda und Joe Enochs. Letzterer verschuldete eindeutig den Münsteraner Führungstreffer zum 2:1. Auch Björn Joppe bot eine eher schwache Partie und wurde folgerichtig ausgetauscht. Da die Osnabrücker Schwächen vornehmlich in der Defensive lagen, war ein klares Münsteraner Chancenplus nur folgerichtig. Wäre Tino Berbig nicht wieder in glänzender Verfassung gewesen, hätten die "Adler" -wie sich die Westfalen selber gerne nennen- bereits zur Pause klar in Front gewesen. Besonders die Glanzparade des Keepers gegen den Kopfball des starken Arne Tammen war sehenswert. Da auch die "Außen" des Gegners, die überragenden Jens Bäumer und Giancarlo Fiore, einen erschreckenden Freiraum genossen, brannte es immer wieder lichterloh im Osnabrücker Strafraum. Hinzu kam, dass die Preußen, die laut Claus-Dieter Wollitz wesentlich mehr investierten, über die gesamte Partie ein beeindruckendes Forchecking aufzogen und somit einen ruhigen Spielaufbau des VfL empfindlich störten.

Unter dieser Einsatzfreudigkeit der Preußen litt auch das Osnabrücker Mittelfeld. Alexander Nouri hatte nur selten Gelegenheit, sehenswerte Pässe zu schlagen, Michael Kügler auf der Außenposition wurde zu selten in Szenen gesetzt- insgesamt hatte die Preußen auch in diesem Mannschaftsteil ein deutliches kämpferisches Plus. Dass der VfL überhaupt einen Punkt aus der Universitätsstadt mitnehmen konnte, war den beiden "Knipsern" in vorderster Front zu verdanken. Diese hatten zwar nur wenige Ballkontakte, machten hieraus aber sehr viel. Thomas Reichenberger erzielte auf unnachahmliche Art den Ausgleichsstreffer und holte den Handelfmeter zum Ausgleich heraus. Diese Chance ließ sich der kaltschnäuzige Markus Feldhoff einmal mehr nicht entgehen. Beinahe hätte der Sturmführer kurz vor dem Abpfiff des guten Schiedsrichers Markus Kuhl sogar noch den dann allerdings gänzlich unverdienten Siegtreffer erzielt.

Positiv an der Partie war, dass der VfL trotz einer ausserordentlich durchschnittlichen Leistung nicht verloren hat und nach wie vor aus eigener Kraft aufsteigen kann. Gegen das Team aus Braunschweig, dem Duell der beiden Toptorschützen der Liga, wird jedoch eine deutliche Leistungssteigerung vonnöten sein. Nur dann kann es heißen: Habemus puncta!

Eli.


Statistik und weitere Spiele


Insgesamt 44 Spiele gegen VfL Osnabrück vorhanden. Bilanz der bereits absolvierten Begegnungen:
14 Niederlage/n
8 Unentschieden
22 Preußensiege.

SaisonPaarungErg.
1974/197511SC Preußen - VfL Osnabrück 3:3 (0:1)
1974/197530VfL Osnabrück - SC Preußen 3:2 (1:0)
1975/197610VfL Osnabrück - SC Preußen 3:2 (1:1)
1975/197629SC Preußen - VfL Osnabrück 2:0 (2:0)
1976/19775VfL Osnabrück - SC Preußen 0:2 (0:0)
1976/197724SC Preußen - VfL Osnabrück 3:4 (2:1)
1977/19785VfL Osnabrück - SC Preußen 0:2 (0:1)
1977/197824SC Preußen - VfL Osnabrück 3:0 (1:0)
1978/197917VfL Osnabrück - SC Preußen 0:2 (0:1)
1978/197936SC Preußen - VfL Osnabrück 1:0 (1:0)
1979/198028SC Preußen - VFL Osnabrück 1:0 (1:0)
1979/19809VfL Osnabrück - SC Preußen 3:2 (1:1)
1980/198117SC Preußen - VfL Osnabrück 1:0 (0:0)
1980/198138VfL Osnabrück - SC Preußen 1:2 (0:1)
1989/199013SC Preußen - VfL Osnabrück 1:4 (1:1)
1989/199032VfL Osnabrück - SC Preußen 1:2 (1:1)
1990/19917SC Preußen - VfL Osnabrück 2:2 (2:1)
1990/199126VfL Osnabrück - SC Preußen 3:1 (1:0)
1991/1992PSC Preußen - VfL Osnabrück 1:2 (0:0)
1992/1993TESC Preußen - VfL Osnabrück 4:1 (2:0)
1993/1994?VfL Osnabrück - SC Preußen 0:3 (0:1)
2001/20023SC Preußen - VfL Osnabrück 1:3 (0:2)
2001/200220VfL Osnabrück - SC Preußen 2:0 (0:0)
2001/2002HTVfL Osnabrück - SC Preußen 0:1
2002/200312VfL Osnabrück - SC Preußen 3:1 (0:0)
2002/200329SC Preußen - VfL Osnabrück 2:1 (2:0)
2004/200513VfL Osnabrück - SC Preußen 0:0 (0:0)
2004/200532SC Preußen - VfL Osnabrück 2:2 (1:1)
2005/20066VfL Osnabrück - SC Preußen 1:0 (0:0)
2005/200625SC Preußen - VfL Osnabrück 2:1 (2:1)
2011/20128VfL Osnabrück - SC Preußen 1:0 (0:0)
2011/201227SC Preußen - VfL Osnabrück 1:0 (1:0)
2012/20139VfL Osnabrück - SC Preußen 0:2 (0:1)
2012/201328SC Preußen - VfL Osnabrück 3:1 (3:1)
2013/20148VfL Osnabrück - SC Preußen 1:1 (0:1)
2013/201427SC Preußen - VfL Osnabrück 1:1 (1:0)
2014/20155VfL Osnabrück - SC Preußen 0:1 (0:1)
2014/201524SC Preußen - VfL Osnabrück 2:0 (0:0)
2015/201610VfL Osnabrück - SC Preußen 2:2 (1:1)
2015/201629SC Preußen - VfL Osnabrück 0:0 (0:0)
2016/20171SC Preußen - VfL Osnabrück 0:1 (0:1)
2016/201720VfL Osnabrück - SC Preußen 3:0 (1:0)
2017/201811SC Preußen - VfL Osnabrück 4:1 (0:0)
2017/201830VfL Osnabrück - SC Preußen 0:1 (0:1)

Legende
TE = Testspiel
P = Pokalspiel (Verbandspokal, DFB-Pokal)
HT = Hallenturnier
T = Sonstige Turniere




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