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Saison 2003/2004
RL Nord, , 11. Spieltag
11.10.2003
Preußenstadion, 1906 Zuschauer


SC Preußen - VfR Neumünster


2:2




SC Preußen
Gößling - Kuhn, Niang, Schyrba , Nischkowsky - Küsters (70. Harf ), Heineke, Przondziono, Piorunek - Milde, Fiore (80. Gockel) (Trainer Peter Vollmann)
VfR Neumünster
Friedrichs - Gersdorf, Jahnsen, Zenker, Hey, Beck, Petersen (83. Schröder), Westphal , Zoric (46. Blank), Lass, Zschiesche (46. Reibe )

Tore: 1:0 Milde (7.), 2:0 Piorunek (51.), 2:1 Blank (64), 2:2 Beck (77.)
Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg)



Klare Wort auf der Pressekonferenz:
Antoine Hey (Neumünster):
Wir haben die erste Hälfte klar verpennt. Dann haben wir zur zweiten Halbzeit zwei offensive Leute gebracht und etwas umgestellt. Nach dem 0:2 ist so ein Spiel normalerweise durch.
Wir haben in dieser Woche nur dreimal trainiert. Die Jungs sind gestern um 15 Uhr nach der Arbeit in den Bus und sechseinhalb Stunden nach Münster gefahren...

Peter Vollmann (Münster):
Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und es verpasst, noch nachzulegen. Vielleicht haben die Spieler nach dem 2:0 auch gedacht, dass das durch ist. Wir haben uns dann von unserem Spiel abbringen lassen.
Wir haben dann nur noch mit langen Pässen gespielt: Der Heineke hat jeden Ball lang gespielt, der dann sofort weg war...

Spielbericht



Man darf das auf keinen Fall überbewerten... Noch ist nichts verloren. Der SCP war in der Rückrunde immer besser. Nächstes Spiel wird dann aber echt die Wende.
Ach, das ist in Essen? Hm. Dann gibt es gegen Uerdingen die Wende. Echt versprochen. Und dann kommen wir alle in die Fankurve zu unseren "Tifosi". Auch versprochen. Und wir werden uns dann echt den Arsch aufreißen. So wie gehen Neumünster. Als die uns in der zweiten Halbzeit voll unter Druck gesetzt haben und wir nur noch Anfängerfußball gespielt haben. Und zwei Tore nach Freistößen kassieren wir dann auch nicht mehr... Alles versprochen. Und wenn ihr dann in der Oberliga spielt, dann schauen wir gelegentlich auch voll interessiert in die Zeitung und kucken mal, wo der SCP so steht in der Tabelle. Und dann gehen wir zum Training bei unseren neuen Klubs. Und ihr uns voll am Arsch vorbei.

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Soweit die Theorie. Es bleiben Fakten zu bedenken. Die direkten Konkurrenten Leipzig und Kiel haben ihre Spiele gewonnen. Der nächste Nichtabstiegsplatz ist drei Punkte entfernt, Platz 13 aber bereits fünf Punkte und Platz zwölf gar sieben Punkte. Mit einem Torverhältnis von -10 ist kein Staat zu machen. Zwei einfache Standardsituationen reichen einem Gegner aus, um den SCP auszuhebeln. Am kommenden Samstag geht es nach Essen, wo nach Lage der Dinge nur eine Niederlage herausspringen kann. Zumal wenn man bedenkt, dass der SCP in den vergangenen Jahren abgesehen von der Bernd-Winter-Gala nur verloren hat an der Hafenstraße.

Das Spiel:
Wir alle wollten glauben, was uns unter der Woche erzählt worden war. Dass nun die Wende geschafft werden sollte. Und die Preußen starteten auch so. Ohne langes Abtasten setzte der SCP gleich nach und ging fast folgerichtig durch ein klasse Tor in Führung. Stephan Küsters bereitete genial vor, Tino Milde stand goldrichtig und nickte den Ball per Kopf ein. Immer wieder Milde hatte im Anschluss die Chance, die Führung auszubauen, aber oft fehlte nur ein Stückchen zum Tor...

Dass die Gäste zuletzt nur knapp an Punkterfolgen vorbeischrammten, bewiesen die Norddeutschen in der 38. Minute. Zschiesche hätte fast den Ausgleich markiert, aber Gößling klärt glänzend. Neumünster präsentierte sich nicht als Team, das ohne Gegenwehr absteigen will. Von der Spielanlage her waren die Gäste allerdings simpel und leicht auszurechnen - und in der Abwehr zunächst bei den langen Hereingaben oft überfordert. Doch je länger die Partie dauerte, desto besser stellte sich der VfR auf die langen Bälle der Preußen ein.

Nach der Pause veränderte sich das Spiel zudem völlig: Neumünster wollte hier nicht verlieren und kam immer besser ins Spiel. Doch mitten in diese Drangperiode der Gäste traf Piorunek endlich mal eiskalt zum 2:0. Heineke hatte den Ball Richtung Tor gedroschen, dort prallte der Ball von einem Abwehrbein Richtung Piorunek, der stand auf einmal in elf Metern frei vor Friedrichs und schob locker ein.

Die Entscheidung? Mitnichten.

Neumünster kam immer besser ins Spiel. Und man glaube es oder nicht: Es brauchte nur zwei Freistöße, und der SCP war getroffen, das 2:2 erzielt. Nicht zu erwähnen, dass sich der SCP bei diesen Standardsituationen nicht sonderlich geschickt verhielt...

Nach dem Spiel dann das übliche Bild. Am Boden zerstörte Spieler gammeln auf dem Spielfeld herum. Aber Schyrba Ankündigung, die Mannschaft werde in jedem Fall geschlossen in die Fankurve kommen, entpuppte sich als Luftblase. Ein peinliches Bild nach dem Abpfiff.

Die Fans:
Merkwürdige Szenen nach dem Abpfiff. Zunächst das obligatorische Pfeifkonzert, danach wussten die Fans nicht mehr recht, was sie nun tun sollten. Selbst in der Fankurve Uneinigkeit. Manche klatschten, weil die Mannschaft zumindest alles versucht hatte - wenn auch am Ende mit untauglichen Mitteln - andere hatten nur noch Häme und Pfiffe übrig für die Preußen.
Auch auf der Tribüne mischten sich Buhrufe und Applaus. Niemand weiß mehr so genau, wie mit dieser unglaublichen Talfahrt umzugehen ist...



Statistik und weitere Spiele


Insgesamt 2 Spiele gegen VfR Neumünster vorhanden. Bilanz der bereits absolvierten Begegnungen:
0 Niederlage/n
2 Unentschieden
0 Preußensiege.

SaisonPaarungErg.
2003/200411SC Preußen - VfR Neumünster 2:2 (1:0)
2003/200428VfR Neumünster - SC Preußen 0:0 (0:0)

Legende
TE = Testspiel
P = Pokalspiel (Verbandspokal, DFB-Pokal)
HT = Hallenturnier
T = Sonstige Turniere




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