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Regionalliga West, 1. Spieltag

Spieldatum: 07.08.2009, 19.00 Uhr

SC Preußen - 1. FSV Mainz 05 II 1:2 (1:0)

Aufstellung SC Preußen

Buchholz - Fall, Capretti, Özkara, Wissing - Loose (62. Ornatelli), Lauretta, Lorenz, Kara (81. Bakalorz) - Pollok, Erzen (62. El-Nounou)
Aufstellung 1. FSV Mainz 05 II

Wettklo - Telch, Krause (90. Schneider), Kessel, Fliess - Kaldirim (87. Di Maria), Kröner, Fring, Grimm - Amani (74. Mertinitz), Grimaldi
Trainer: Roger SchmidtTrainer: Peter Neustädter
Tore: 1:0 Pollok (10.), 1:1 Kaldirim (59.), 1:2 Grimm (90.)
Zuschauer: 4500, Spielort Preußenstadion
Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Hannover)
Gelbe Karten: Capretti, Lorenz / Kessel, Kröner, Fliess
Rund ums Spiel: Auf der Tribüne saßen auch die ehemaligen Preußen-Mitarbeiter Gerald von Gorrissen (Fanbeauftragter) und Carsten Cramer (ehemaliger Marketingschef). Wetter an diesem Freitagabend: Sonnig, heiß.

War jetzt das Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin die Generalprobe oder war es vielleicht doch erst das Spiel gegen Mainz? Wie auch immer. Den Saisonstart hat der SCP richtig in den Sand gesetzt. Eine Woche nach dem großartig-kämpferischen 1:3 gegen den Bundesligisten Hertha BSC war die Zweitvertretung des FSV Mainz 05 einfach zu stark. Oder anders: Die Preußen legten einen wirklich mürben Auftritt hin.

Es ging dabei richtig gut los. Die Preußen setzten die Gäste sofort unter Druck, es war ein schnelles Spiel. Und der Lohn war die Führung nach zehn Minuten. Weite Flanke von links, in der Mitte stand Neuzugang Wojciech Pollok richtig, streckte das Bein und schob den Ball am Gästetorwart vorbei zur Führung ein. Riesenubel.

Der Bruch, der plötzlich folgte, war merkwürdig. Die Preußen setzten nicht nach, beschränkten sich stattdessen darauf, das Spiel zu kontrollieren. Und nervten dabei ihre Fans durch sagenhaft viele Fehlpässe und Foulspiele vor dem eigenem Strafraum. Nach 90 Minuten hatte Mainz gefühlte 20 Freistöße aus zentraler Position erhalten - und ebenso fast sämtlich harmlos ausgeführt.

Chancen gab es nach dem Tor in der ersten Halbzeit lange nicht mehr. Mainz hatte praktisch keine Chance, die Preußen nur noch eine: Mehmet Kara tanzte links seine Gegenspieler aus, legte fast von der Toraus-Linie zurück Richtung Elfmeterpunkt, aber Jens Wissings Schuss blockte Mainz in letzter Sekunde ab.

Das war alles aus Halbzeit eins. Nach dem Wechsel entwickelte sich eine Partie mit hohem Aggressionspotenzial - bei den Fans. Denen wurde es blümerant angesichts des pomadigen und fehlerhaften Spiels der Preußen. Eigentlich bettelten die Adler um ein Gegentor. Und sie bekamen es dank eines üblen Schnitzers von Torwart Buchholz. Der hatte eine Hereingabe von Grimaldi eigentlich sicher, bzw. hätte die Hereingabe sicher haben sollen, ließ den Ball aber los und Kaldirim staubte aus fünf Metern ab. Ausgleich. Perplexe Gesichter.

Natürlich erhöhten die Preußen den Druck. Aber es war sinnlos und schwer mit anzusehen. Denn den Preußen fiel gegen Mainz' stabile Deckung wirklich nichts ein, es gab keinerlei Chancen. Da verpflichtet man einen Klassesturm - doch der bekommt kein gescheites Zuspiel. Ganz schlimm, was die Preußen da anboten.

Natürlich gibt es in solchen Geschichten nie ein Happy-End. Die 90. Spielminute brach an, Mainz trat an zum Eckball, Münsters Abwehr klärte zu lässig, der Schuss von Grimm saß. Und der Auftakt in die Liga war gegessen.

Ein ganz schlimmer Auftritt der Preußen, uninspiriert, ideenlos, am Ende verzweifelt. Das kann ja heiter werden.


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