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| 3. Liga, 23. Spieltag Spieldatum: 30.01.2016, 14.00 Uhr | |
SC Preußen - RW Erfurt 2:0 (2:0) | |
| Aufstellung SC Preußen Lomb - Kopplin, Schweers, Pischorn, Müller - Kara, Philipps, Bischoff (88. Schöneberg) - Hoffmann (85. Amachaibou), Reichwein (77. Özkara), Krohne | Aufstellung RW Erfurt Domaschke - Odak, Laurito, Erb, Nikolaou (72. Benamar) - Judt (79. Szimayer), Menz - Höcher (46. Brückner), Tyrala, Aydin - Kammlott |
| Trainer: Steffen, Horst | Trainer: Stefan Krämer |
| Tore: 1:0 Krohne (6.), 2:0 Reichwein (16.). | |
| Zuschauer: 6338, Spielort Preußenstadion | |
| Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Hannover) / Marcel Gasteier | |
Gelbe Karten: Bischoff, Müller / Aydin, Laurito | |
| Gelb-Rote Karten: Menz (83.) | |
Nachdem das Auswärtsspiel in Würzburg wegen eines vereisten Spielfelds ausgefallen war, geriet das Heimspiel gegen Erfurt zur Punkt-Premiere für den neuen Preußentrainer Horst Steffen. Und was für eine! Bei strömendem Regen - es schüttete aus Kübeln - setzte der SCP eine echte Duftmarke. Viel beweglicher, viel aggressiver, viel schwungvoller zeigten sich die Adler. Und das wurde früh belohnt: Krohnes Distanzschuss rutschte buchstäblich unter den Beinen diverser Spieler hindurch und schlug dann im linken Eck ein... so ein Ball geht auch nur im Regen. Weil Marcel Reichwein mit einem klasse getimten Kopfball in hohem Bogen zum 2:0 nachlegte, war die Sache früh entschieden. Erfurt, die in der Vorwoche den Liga-Überflieger Dynamo Dresden mit 3:2 bezwungen hatten, kamen auch zu zwei, drei Chancen, aber nutztn sie halt nicht. Eine davon war besonders skurril. Weil Marco Pischorn kurzzeitig indisponiert war und den Ball quer vor dem eigenen Tor in die Füße von Kammlott spielte, hätte der bei freier Schussbahn fast das 1:2 erzielt. Kammlott wurde übrigens Minuten nach Abpfiff noch in Badelatschen und ungeduscht ab ins Sportschau-Studio transportiert, wo er die Medaille für das Tor des Jahres entgegennahm... Mit 2:0 ging es in die Pause, aus der Bibiana Steinhaus wegen einer Wadenverletzung nicht mehr zurückkehrte. Stadionspercher Kerni suchte via Mikro einen Schiedsrichter mit mindestens Oberliga-Erfahrung. Der wurde nach einer knappen Dreiviertelstunde gefunden - ein Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Münster, der dann als Linienrichter einsprang. Er machte seine Sache unauffällig und damit gut. Erfurt versuchte einiges, aber insgesamt ging dem Spiel auf tiefem Boden in der zweiten Halbzeit einiges an Tempo und Zielgenauigkeit verloren. Münster bekam noch Konterchancen, die größte durch Rocky Krohne, der frei an Torwart Domaschke scheiterte. Es blieb aber am Ende beim 2:0 - großer Applaus und große Erleichterung bei allen Preußen. Und Stefan Krämer, der das Spiel nur im Kapuzenpullover im Regen verfolgte (eine alte Marotte von ihm), saß später wie ein begossener Pudel in der Pressekonferenz. Das Gesicht des früheren Bielefelders fiel wie so oft in der Vergangenheit aus: Bedröppelt. Das Schweigen Weil in den Tagen vor dem Spiel Preußens Sicherheitsbeauftragter Roland Böckmann ins Visier der Polizei geraten war (inklusive Durchsuchung), war die Laune in der aktiven Fanszene erneut auf einem Tiefpunkt. Mit Bannern protestierte vor allem die Fiffi-Gerritzen-Kurve gegen die Kriminalisierung der Fanszene und schwieg in der ersten Halbzeit. | |
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