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| 3. Liga, 27. Spieltag Spieldatum: 01.03.2014, 14.00 Uhr | |
SC Preußen - VfL Osnabrück 1:1 (1:0) | |
| Aufstellung SC Preußen Schulze Niehues – Schöneberg, Schmidt, Scherder, Riedel – Siegert, Kühne (64. Bischoff), Truckenbrod, Piossek – Taylor (63. Krohne), Benyamina (82. Neupert) | Aufstellung VfL Osnabrück Heuer Fernandes – Thiel (57. Kunert), Pisot, Neumann, Dorcho - Feldhahn, Merkens (82. Zenga) - Ornatelli, Testroet (77. Nagy), Hohnstedt - Grimaldi |
| Trainer: Loose, Ralf | Trainer: Maik Walpurgis |
| Tore: 1:0 Benyamina (18.), 1:1 Ornatelli 52.) | |
| Zuschauer: 14282, Spielort Preußenstadion | |
| Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb) | |
Gelbe Karten: Siegert / Thiel, Grimald, Testroet, Feldhahn | |
| Rote Karten: Bischoff (79., Tätlichkeit) | |
Die gute Nachricht: Münster bleibt in den Derbys weiter ungeschlagen. Das 1:1 gegen den in der Tabelle deutlich besser postierten Nachbarn VfL ging am Ende in Ordnung. Es war wie so oft: Gegen Gegner wie Stuttgart II (0:0 in der Vorwoche) raffte sich der SCP schwer auf, aber in den prestigeträchtigen Spielen geht alles etwas leichter. Und tatsächlich war der SCP nicht sichtlich schlechter als der Konkurrent aus Niedersachsen. Ralf Loose setzte auf eine offensivere Variante, brachte in Taylor und Benyamina gleich zwei Spitzen. Im Tor stand nach der Rot-Sperre gegen Masuch diesmal Max Schulze Niehues. Der machte seine Sache gut, lieferte eine fast fehlerfreie Partie ab. Etwas überraschend war Winter-Neuzugang Marco Pischorn aus dem Kader geflogen - zu wenig leidenschaftliche Trainingsleistungen... Das Derby war nicht ausverkauft, begann aber dennoch 15 Minuten später, weil natürlich der Münsteraner an sich ungern rechtzeitig kommt, sondern lieber kurz vor knapp. Beim VfL kickte auch der Ex-Preuße Massimo Ornatelli, der einer der prägenden Spieler in den Jahren der Viertklassigkeit des SCP war und der 2011 den Aufstieg in die 3. Liga mitmachte. Über den SC Paderborn fand er den Weg zum VfL und kehrte nun ins Preußenstadion zurück. Die erste Szene des Spiels gehörte dem Ex-Preußen, dessen Ball aber zu hoch übers Preußentor zog. Die ganz großen Aufreger gab es in der Anfangsphase nicht, aber dann flankte Matthew Taylor passgenau auf Soufian Benyamina. Der köpfte sauber ein zum 1:0 für den SCP. Osnabrück reagierte. Michael Hohnstedt versuchte es mit Wut aus der Distanz, Schulze Niehues passte auf. Dann musste Tom Merkens auf der eigenen Torlinie einen scharfen Schuss von Dominik Schmidt parieren. Keine Frage, beide Teams auf Augenhöhe. Münster hatte sich ins Spiel gekämpft, kassierte aber kurz nach Wiederanpfiff doch den Ausgleich. Zunächst parierte Schulze Niehues eine Hereingabe von Hohnstedt, aber der Ball landete bei Ornatelli, der von der Strafraumgrenze abzog und den Ball ins linke Eck setzte... 1:1. Osnabrück wurde jetzt stärker und für Münster war die Marschroute klar: Abwehr. Punkt halten. Loose wechselte ein: Bischoff und Krohne kamen für mehr offensive Qualität. Und tatsächlich wurde der SCP wieder etwas besser, zielgerichteter. Aber nicht für lang: Münster musste die Partie in Unterzahl beenden, nachdem Amaury Bischoff übermotiviert in einen heftigen Zweikampf mit Merkens ging - Beine voraus. Glatt Rot für Bischoff (der dann als Wiederholungstäter und weil Merkens verletzt ausschied für fünf Partien gesperrt wurde...). Das machte die Sache für den SCP nicht einfacher. Münster verlegte sich nun vollends auf Defensive, Neupert kam und am Ende reichte es für den Punktgewinn. Abseits des SpielsDie Vorbereitung aufs Derby bekamen im März 2014 eine unangenehme Seite. Die Polizei drängte auf ein vollständiges Fahnen- und Choreo-Verbot für beide Seiten. Erstmals wurde so ein Verbot ohne konkreten Anlass durchgesetzt, in der Fanszene brodelte es. Und fast folgerichtig wurde zum Anpfiff hin in beiden Fanblöcken reichlich Rauch gezündet und Bengalos ebenso. Ein Protest nach dem Motto Jetzt erst Recht. Eine zunächst noch genehmigte Choreografie der Preußen wurde zwei Stunden vor Spiel dann doch wieder abgelehnt, nachdem darin Fahnen eingeplant waren.Nach der Partie gab es viel Ärger um die Bewertung dieser Maßnahme der Polizei. Sie war offensichtlich völlig gescheitert, aber in der offiziellen Stellungnahme der Polizei tauchten weitere Aussagen auf. Man habe einen Platzsturm auf beiden Seiten verhindert, teilte die Polizei mit. Videos vom Preußenblock zeigen indes eine völlig friedliche Szenerie, als die Polizei aufmarschiert. Ein Derby mit reichlich offenen Fragen abseits des Sports. | |
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